Wunderlich ist „Super-Hohn“

Von GUIDO WAGNER. 05.05.2003 22:57 UhrHEILIGENHAUS / KÖLN.

„Es war einfach ein Traum – Waaaahnsinn“, beschreibt Jürgen Wunderlich das Gefühl, vor 15 000 Menschen in der Köln-Arena aufzutreten und dann auch noch die Zuhörer für sich zu gewinnen. Die wählten den 41-jährige Heiligenhauser jetzt zum „Super-Hohn 2003“.

In fünf harten Casting-Wochen setzte sich der Stimmungssänger im Wettbewerb „Kölle sucht das Super-Hohn“ der Kölner Band „Höhner“ und der Boulevardzeitung „Express“ gegen 100 Konkurrenten durch.

Als der zweifache Familienvater an Karneval von dem Sänger-Contest erfuhr, war für ihn gleich klar: „Da mach ich mit.“ Sein erster Gedanke: „Die Höhner-Lieder kennste alle.“ Kein Wunder, ist Wunderlich doch nicht nur seit 1978 im MGV „Sängerchor“ Heiligenhaus aktiv, sondern erobert seit Mitte der 80er Jahre auch solistisch als Stimmungssänger die Bühnen der Region – und das längst nicht nur zur fünften Jahreszeit. Bereits als kleiner Junge hatte er mit seinen Liedern „für nen Lolly“ Jung und Alt erfreut und sich im Kinder- und Jugendchor St. Rochus erste Sporen als Sänger verdient.

Ein Demo-Band mit dem Höhner-Song „Hey Kölle“ öffnete dem Heiligenhauser „Stimmwunder“ nun auch prompt die Einladung zum ersten Casting mit den „Höhnern“ und der Jury, die sich aus Rolf Lammers („LSE“), Siggi Brandt (EMI), Samy Orfgen und Fotograf „Zik“ zusammensetzte. Wunderlich überzeugte sie alle, meisterte die erste Hürde ebenso souverän wie die beiden folgenden Vorausscheidungsrunden. Gar nicht so einfach, schließlich gab´s die Titel, die er darzubieten hatte, immer erst einige Tage vor dem Vorsingtermin. Und Jürgen Wunderlich hat ja obendrein noch einen ganz „normalen“ Job als kaufmännischer Angestellter bei der Deutz AG.

Doch für sein Gesangs-Hobby tut Wunderlich – wie er selbst sagt – „so ziemlich alles“. So stand er denn am Mittwoch schließlich mit nur noch zwei Mitbewerbern auf der Bühne der Köln-Arena.

„Das ist unglaublich: Du siehst viele Menschen und doch keinen richtig, und weißt dass da 15 000 Leute sind, die dich hören“, schwärmt der engagierte Sänger. Sein Rezept, um ruhig zu bleiben: „Ob ich vor 10, 100 oder 15 000 Leuten singe – ich muss den Job so machen, dass die Leute sagen: Dat hässte joot jemaat.“

Und Jürgen Wunderlich machte es gut – bei der Ballade „Levver en Mösch“ ebenso wie bei „Ich ben ene Räuber“. Für das Publikum gab es keinen Zweifel: Jürgen Wunderlich ist das „Super-Hohn“. Mit den Höhnern und „Hey Kölle“ durfte er den Massen daraufhin gleich nochmal einheizen. „Einmal Leadsänger der Höhner zu sein – ein atemberaubendes Gefühl“, sagt Jürgen Wunderlich, für den der Stress und die Arbeit der Proben im Nu vergessen waren.

Als Gewinn von „Kölle sucht das Super-Hohn“ winkt dem Heiligenhauser nun eine Plattenaufnahme mit der Kölner Band. „Und dann mal weitersehen – vieleicht kommt ja noch was“, strahlt „Super-Hohn“ Wunderlich.

(KR)

Jürgen Wunderlich © (2018)

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